Die ersten 10 SEO-Schritte, auf die ein Webmaster beim Aufsetzen einer neuen Seite achten sollte

Die Suchmaschinen entscheiden heute über Erfolg oder Misserfolg einer Website. Dabei ist die Dominanz des Marktführers Google inzwischen so groß, dass andere Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo nur noch ein Randphänomen darstellen und eigentlich vernachlässigt werden können. Wessen Website bei Google nicht gefunden wird (da schlecht platziert), wird kaum neue Besucher erhalten und mit seinem Webprojekt wenig Erfolg haben.

Somit richtet sich alles Augenmerk auf die Richtlinien des Marktführers und SEO heißt vor allem Optimierung für Google. Wenn ein Webmaster eine neue Website aufsetzt, kommt er also nicht umhin die Spielregeln zu beachten, die der Markführer gesetzt hat.

Seitenname

Es gab Zeiten, da war der Besitz eines sprechenden Domainnamens Gold wert. Wer beispielsweise Schuhe oder Handys verkaufen wollte und sich eine entsprechende Top-Level-Domain sicherte, war auch ohne Suchmaschine erfolgreich. Nach dem Siegeszug der Suchmaschinen und der Einführung des PageRank-Algorithmus brauchte der Seitenbetreiber seine Seite lediglich auf den Namen seiner Domain zu optimieren – eine gute Position in den Suchergebnissen war ihm sicher. Das funktioniert leider nicht mehr! Denn eine Exact-Match-Domain, also Gleichheit von Keyword und Domainnamen sind für das Ranking bei Google nicht mehr relevant. Unter SEO-Gesichtspunkten ist es daher völlig egal, wie die Seite bzw. die Domain heißt. Trotzdem sollte man darauf achten, dass sich Besucher den Seitennamen gut merken können.

Guter und einzigartiger Content

Das A & O bei der Seitengestaltung ist einzigartiger Inhalt mit Mehrwert für den Leser. Gern kann sich der Webmaster bei der Seitenerstellung von anderen Seiten zum gleichen Thema inspirieren lassen. Auf keinen Fall sollte er deren Texte – noch nicht einmal auszugsweise –
übernehmen. Abgesehen von möglichen Urheberrechtsverletzungen sieht Google Duplicate Content nicht gern. Ein Faktum, das sich negativ auf das Ranking auswirken kann. Also: Thema gut recherchieren und großartige Inhalte auf die Seiten bringen. Wichtig: Nicht nur auf die Suchmaschinenverwertbarkeit, sondern auch auf die Lesbarkeit für die Seitenbesucher achten.

Lesbarkeit

Inhalte sollten nicht für Suchmaschinen erstellt werden, sondern für die Leser. Dazu gehört neben guten Inhalten auch eine gute Strukturierung. Zur besseren Lesbarkeit von Texten gehören Überschriften und Zwischenüberschriften, und zwar in der Reihenfolge der HTML-Tags h1, h2 und h3, wobei die Hauptüberschrift auf h1 auf jeder HTML-Seite nur einmal vorkommen sollte. Die Hauptüberschrift soll den Seitenbesucher neugierig machen. Die Unterüberschrift h2 erklärt dem Leser kurz, worum es in dem Text geht. Die h3 Tags dienen als Zwischenüberschriften zur Strukturierung und Auflockerung des Textes.
Auf keinen Fall sollte der Webmaster einen endlosen Fließtext ohne Absätze auf die Seite bringen. Den liest nämlich kein Mensch!

Keyword Research

Wer wissen will, nach welchen Begriffen Nutzer suchen, um das Thema der Website zu treffen, mit dem die Seiten den Nutzer erreichen wollen, kommt um einen fundierten Keyword Research nicht herum. Über Google Trends lassen sich schnell Suchbegriffe und Kombinationen herausfinden, nach denen Nutzer besonders häufig suchen. Sie sind vor allem bei populären Themen eine Hilfe – bei speziellen Nischenthemen sollten weitere Keyword Research Tools wie das Google Adwords Keyword Tool herangezogen, um die Suchanfragefrequenz für anvisierte Keywords zu ermitteln. Am Besten ist es, wenn man sich zuvor eine Liste mit den gewünschten Keywords erstellt und sie systematisch durchcheckt.

Keyword Targeting

Natürlich will Google wissen, über welche Keywords die Seite gefunden werden soll und erwartet eine entsprechende Information. Die Abstimmung der Seite auf die anvisierten Keywords erfolgt in den verschiedenen HTML-Tags sowie in den Inhalten auf der Seite. Der Title-Tag, also der Titel den das Browser-Fenster anzeigt, muss aussagekräftig sein und sollte das Hauptkeyword enthalten. Die Meta Description muss sich auf den Title-Tag beziehen und das Keyword ebenfalls enthalten. Der Keyword-Tag muss die Keywords auflisten, unter der die Website gefunden werden soll. Keywords in der URL haben als Qualitätskriterium für Google seit Kurzem an Relevanz verloren. Natürlich müssen die Suchbegriffe auch im Fließtext auftauchen.

Keyworddichte

Kaum ein anderes Thema hat in der SEO-Welt in der Vergangenheit so viele Kontroversen ausgelöst, wie die Keyworddichte. Am Besten überhäuft man die Seite nicht und verteilt die Keywords und Synonyme gleichmäßig über den Text. Erfahrungsgemäß ist eine Keyworddichte von 1,5 – 2 % pro Seite völlig ausreichend. Auf keinen Fall sollte die Lesbarkeit des Textes darunter leiden. Nach Auffassung einiger SEO-Größen hat die Formel WDF*IDF der Keyworddichte den Rang abgelaufen. Bei WDF*IDF beschränkt sich SEO nicht nur auf bestimmte Keywords und deren Streuung im Text, sondern bezieht auch Synonyme und themenverwandte Begriffe (Terme) mit ein und vergleicht diese mit anderen Seiten, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen.

Interne Verlinkung

Ebenso wie eingehende Links (Backlinks) sind auch interne Links auf einer Website mitentscheidend für das Ranking. Leider finden diese viel zu wenig Beachtung. Eine clevere interne Verlinkung kann das Ranking einer Seite aber erheblich positiv beeinflussen. Der Webmaster hat es selbst in der Hand für gute und einzigartige Inhalte zu sorgen und seine Links so zu platzieren, dass aus der Perspektive der Zielunterseite der Link in themenrelevantem Umfeld eingebettet ist. Das ergibt sich eigentlich automatisch, wenn man eine Website inhaltlich nach der Top-Down-Methode strukturiert, also auf der übergeordneten Seite einen Überblick zu einem Thema gibt und auf den verlinkten Unterseiten zu den einzelnen Aspekten des Themas ins Detail geht. Bei komplexen Webseiten sind auch Querverweise sinnvoll und werden von Google gern gesehen. Wichtig ist nur, dass die interne Linkstruktur den Besucher nicht verwirrt und die Seitennavigation benutzerfreundlich und transparent bleibt.

Externe Verlinkung

Externe oder ausgehende Links sind für das Vertrauen von Google in die Domain von großer Wichtigkeit. Durch die externe Verlinkung wächst der Google-Index der Seite, macht sie für Google interessant und bietet dem Besucher einen Mehrwert. Wenn die Seiten, auf die die externen Links verweisen von hochwertiger Qualität sind (wie beispielsweise Wikipedia), dann profitiert auch die Website davon, auf die der Link platziert wurde. Auf keinen Fall sollte auf Seiten mit zweifelhaftem Inhalt wie Hackerseiten oder nicht jugendfreien Inhalten verlinkt werden. Das kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, weil der Webmaster auch für diese Inhalte verantwortlich ist, sofern er sich nicht ausdrücklich davon distanziert.

Backlinks

Der Linkaufbau zählt zu den besonders wichtigen SEO-Themen. Er will sorgfältig geplant sein, da die Links über den PageRank-Algorithmus in die Wertung der Seite einfließen. Themenrelevanz eingehender Links ist schon deshalb wichtig, um nicht unter Spamverdacht zu geraten. Das heißt, das Linkumfeld von Backlinks beziehungsweise der Anchor Text sollte thematisch zu den Inhalten der Website passen. Die Anzahl von Backlinks ist für die Rankingposition von enormer Bedeutung. Doch Achtung: Themenfremde Backlinks wirken sich definitiv nachtteilig aus. Hier gilt zunächst die Devise: Weniger ist mehr, denn Qualität geht vor Quantität. Der Linkaufbau muss systematisch und über längere Zeiträume erfolgen und muss natürlich wirken (Natürlicher Linkaufbau). Wer bereits viele Backlinks beim Start generiert, wenn die Seite fast noch keine Besucher hat, macht sich verdächtig, weil es einfach unlogisch ist. Google merkt das. Deshalb bringt es absolut nichts, den Linkaufbau überstürzt zu betreiben.

Usability

Seiten mit langen Ladezeiten oder HTML-Fehlern nerven nicht nur die Besucher, sondern auch Google. Für den Webmaster sollte es daher selbstverständlich sein, dass seine Seite eine gute Performance bietet und fehlerfrei läuft. Neben guten und einzigartigen Inhalten ist auch eine logisch strukturierte Navigation wichtig, damit der Besucher sich schnell zurechtfindet, wenn er die Seite betritt. Andernfalls wird er die Seite schnell wieder verlassen. Der Google-Algorithmus berücksichtigt auch die durchschnittliche Verweildauer von Besuchern auf der Seite. Was nützen hohe Klickraten, wenn der Besucher die Seite sofort wieder verlässt, weil sie nicht richtig funktioniert oder nicht das bietet, wonach der Nutzer gesucht hat? Verweilt der Nutzer hingegen länger auf einer Seite, dann hat er aus Suchmaschinensicht, das gefunden, wonach er gesucht hat. Für Google stellt das eine Qualitätsmerkmal dar. Generell gilt: Qualität geht vor Quantität.

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1 Kommentar

  1. Kommentiert von Dagobert:

    Super Seite und sehr informativ. Im Bereich SEO kann man sich das meiste Wissen durch einfaches Recherchieren im Internet aneignen.

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