Facebook Places als Marketing-Tool

Facebook Places ist ein tolles Marketingtool für Bars, Diskotheken und andere Locations

facebook placesLange habe ich mich gefragt, was bringt mir eigentlich Facebook Places? Vor knapp 4 Monaten gestartet, habe ich es für nichts andere empfunden, als einen tollen Gag, um seinen Freunde zu erzählen, wo ich gerade bin… Aber will ich das überhaupt? Wen interessiert es, ob ich gerade im Kino bin oder in irgendeinem H&M stehe, um mir neue Kleidung zu kaufen.

Ab und zu nutze ich es wirklich, wenn ich gerade alleine oder mit jemand anderem unterwegs bin und auch daran interessiert bin, dass noch weitere Personen hinzustoßen. Eine weitere Intension kann es natürlich sein, einfach nur andere Facebook-User neidisch zu machen, wenn ich gerade an einem besonders interessanten Ort bin. Jaja, immer diese negative Energie.

Als Inhaber einer Social Media Agentur habe ich mich aber jetzt mal intensiver damit beschäftigt und mir überlegt, inwieweit Facebook Places auch wirklich einen Nutzen haben kann. Klug eingesetzt kann es ein sehr tolles Empfehlungsmarketing-Tool für Inhaber einer bestimmten Location (Bar, Kino, Diskothek, Restaurant u.a.) sein.

Ich möchte kurz ein Beispiel bringen. Ich selbst habe auf Facebook knapp 800 Facebook-Freunde. Ob das wirklich alles Freunde sind, muss hier nicht diskutiert werden, aber 800 Facebook-Freunde sehen meine Posts, sofern sie meine Facebook Beiträge nicht ignorieren. Natürlich auch, wenn ich über Facebook Places mitteile, wo ich mich gerade befinde. Gehen wir mal davon aus, dass 10% wirklich den Beitrag lesen. Das heißt immer noch, dass knapp 80 Facebook User quasi eine Empfehlung von mir für diese Bar bekommen. Für die Bar ist das super, da Empfehlungen von Freunden höher zu bewerten sind, als jede andere Art von Werbung und es ist KOSTENLOS.

Warum also nicht überlegen, wie man dieses Tool noch mehr für sich ausschlachtet. Hier ein paar kleine Anregungen, was eine Bar, ein Restaurant, eine Diskothek (oder andere Location) durchführen könnte, um viele dieser tollen Marketing-Empfehlungen zu bekommen.

Die von mir hier aufgezählten Anregungen sind nichts außergewöhnliches und wahrscheinlich könnte jeder, der ein wenig nachdenkt, selbst auf diese Möglichkeiten kommen, aber bis heute habe noch keine Location gesehen, die es auch tatsächlich durchführt.

1.    Speisekarten-Inlay
Als ersten könnte man auf den guten Willen seiner (Stamm-)Gäste vertrauen und einfach nur in der Karte mit einem netten Inlay alle Facebook-User, die ein Smartphone dabei haben, darum bitten, die Funktion während Ihrer Anwesenheit zu nutzen.
Ich persönlich denke, dass dies nicht aufdringlich wäre, es aber doch die eine oder andere Person gibt, die es auch wirklich aus Sympathie zu der Bar durchführt. Allein schon aus dem tollen Grund, dass man allen anderen Anwesenden zeigen kann, dass man so ein tolles Telefon hat.
Ich glaube, dass ein Inlay auch automatisch für Gesprächsstoff am Tisch sorgen würde, weil man sowieso das Gefühl hat, dass Facebook zurzeit Gesprächsthema Nummer 1 ist.
Noch eleganter ist es, wenn man die Places-Page auch direkt als Fanseite nutzt, so wie meine Hofheimer Stammbar. Hier könnt Ihr Euch die Seite mal direkt anschauen…

2.    Das Facebook-Getränk
Als  erweiterte Form des Inlays und wenn man nicht nur auf den guten Willen seiner Gäste hoffen möchte, könnte der Location-Betreiber auch eine Art Promotion ausschreiben. Frei nach dem Motto: Erzähl Deinen Freunden über Facebook Places, dass Du hier bist und Du bekommst das spezielle Facebook-Getränk (das kann jede Art von Getränk sein. Je beliebter, desto effektiver) aufs Haus. Beweisbar mit dem eigenen Smartphone. Hierbei muss der Barbetreiber natürlich nach einer Zeit abwägen, ob sich die Investition dann auch wirklich für ihn lohnt. Aber in meinen Augen ist es eh relativ schwierig für kleine Bars Werbung zu machen und ich denke, dass sich bei diesem Vorgehen die Marketingkosten in Grenzen halten und es auch wirklich effektiv sein könnte.

3.    Gästeliste
Speziell für Diskotheken, Freizeitparks und andere Location, die einen Eintritt einfordern, kann man die Art der Promotion natürlich auch noch erweitern und für die Empfehlung über Facebook Places einen Gutschein für den nächsten Besuch ausstellen (zum Beispiel einen Platz auf der Gästeliste beim nächsten Mal). So hat der Gast nicht nur eine Empfehlung ausgesprochen, sondern auch gleichzeitig einen Anreiz wieder zu kommen. Auch wenn die Diskothek so den Eintritt verliert, gewinnt sie ja den Umsatz des Gastes. In meinen Augen die vielleicht beste Maßnahme. Den Gutschein erhält man gegen Vorzeigen des Facebook-Eintrags am Ausgang beim Nachhausegehen.
Um ehrlich zu sein, kann ich mir schon vorstellen, dass der eine oder andere Mann am Wochenende drauf schaut, wo sich ein hübsches Mädel aus seiner Freundesliste am Wochenende befindet und auch dorthin geht. So bekommt man schnell einen neuen Gast, der dem Mädel vielleicht auch noch das eine oder andere Getränk ausgibt.

4.    Restaurants
Auch Restaurants können genau wie Bars oder Diskotheken Facebook Places nutzen und Getränke aufs Haus oder Essens- bzw. Rabattgutscheine für den nächsten Besuch übergeben. Immer im Hinterkopf, dass der Gast so auch wirklich noch mal kommt…

Habt Ihr noch weitere Ideen? Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag nutzen würdet, um weitere Ideen zu sammeln. Gerne werde ich den Beitrag dann Punkt für Punkt erweitern.

Location-Besitzer können mich natürlich auch kontaktieren, um gemeinsam über die besten Ideen der eigenen Location zu sprechen…


Über den Autor „Mario Jung“:

Mario Jung ist Geschäftsführer und Chefredakteur der Social Media Agentur „Meine-Reichweite.de“. Mehr Informationen bekommen Sie auf einem der folgenden Webprofile des Autors.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentieren

Newsletter abonnieren