„Tue Gutes und rede darüber“

 

Frei nach dem bekannten Zitat von „Erich Kästner“ werde ich Euch hier an der Stelle mal von einer eigenen privaten Aktion erzählen, die wir, meine Frau und Ich, zusammen mit Freunden aus Ecuador mit Hilfe der Plattform Facebook organisiert haben.
In nur knapp 13 Tagen haben wir es geschafft über die Facebook-Gruppe „soziales Weihnachtsprojekt in Ecuador“ knapp 820 US-Dollar zu organisieren, um vielen sehr armen ecuadorianischen Kindern einen kleinen Moment des Glücks zu bescheren und Ihnen auf überraschende Art und Weise ein Weihnachtsgeschenk zu übergeben.

Ich glaube es ist sehr schwer nachzuvollziehen, wenn man in Deutschland aufgewachsen ist, was ein Geschenk für ein kleines Kind ausmachen kann. Und ich rede hier nicht von einer Playstation, der 15. Barbie oder einem neuen Handy. Nein, unsere Geschenke waren kleine Plastikautos für Jungs oder „Spielzeug-Friseur-Artikel“ für Mädchen im Wert von knapp 3-4 Dollar. Ich wünschte mir, ein deutsches Kind würde einmal mit so leuchtenden Augen vor mir stehen, wie diese Kinder, obwohl sie tatsächlich nur eine „Kleinigkeit“ überreicht bekommen haben. Aber der Moment, dass überraschenderweise ein Auto in Ihrem Dorf anhält und ein großer „weißer“ Mann (ja, ich meine mich selbst…) Ihnen ein Geschenk zum Spielen übergibt, war für die Kinder mehr als ein Wunder.

Aber wie lief das Ganze ab?

Vor knapp 3 Monaten hatte meine Frau Nadine die Idee, dass wir unseren großen Jahresurlaub doch auch mit einer guten Tat verbinden könnten. Nach dem Motto „gesagt getan“ hat Sie noch an dem Abend Kontakt mit allen unseren ecuadorianischen Freunden über Facebook Kontakt aufgenommen und gefragt, wer alles mitmachen möchte. Valeria hat sich als erstes gemeldet und war von der Idee hellauf begeistert und so nahm alles seinen Lauf. Da aber in Ecuador Organisation etwas anderes bedeutet als in Deutschland, stand der Termin (19.12.2010) erst am 06.12.2010 fest und uns blieben nur noch 13 Tage Zeit etwas Angemessenes auf die Beine zu stellen.

Fakt ist, dass wir eigentlich nur geplant hatten, im Kreis unserer ecuadorianischen Freunde und Familie mehrere Personen zu animieren und davon zu überzeugen ein paar Spielsachen zu kaufen und/oder uns zu begleiten.
Wieder Nadine hatte die Idee, dass wir doch mal eine Gruppe auf Facebook gründen könnten, um darauf aufmerksam zu machen und unseren Freunden davon erzählen sollten bzw. letztendlich haben wir in dieser Gruppe auch um eine kleine finanzielle Unterstützung von 5 Euro pro Kopf gebeten, weil uns ja niemand von unseren deutschen Freunden begleiten konnte. 5 Euro reichen ungefähr für den Kauf von 2 Geschenken.

Aber auch hier dauerte es nicht lange, bis wir die ersten Zusagen hatten… Aber aus 5 € wurden teilweise Beträge von bis zu 100 €. Wir waren so verblüfft und glücklich, dass wir es bis heute kaum in Worte fassen können.

Es freut uns natürlich, dass wir an der Stelle bekannt geben dürfen, dass wir in den 13 Tagen insgesamt 820 US-Dollar gesammelt haben, was für knapp 250 Geschenke (!!!!!!!!) gereicht hat. Nicht zu vergessen: Es wurden uns auch sehr viele Spielsachen angeboten, die wir aber bis auf eine kleine Ausnahme nicht mitnehmen konnten. Warum ist einfach erklärt. Die Kosten für das Übergepäck wären teurer gewesen, als der Neukauf von Spielsachen in Ecuador selbst. Nur Mia, unserer jüngsten Spenderin, konnten wir den Wunsch nicht abschlagen, 4 Ihrer heißgeliebten Spielsachen mitzunehmen.

Mit diesem Artikel und den dazugehörigen Fotos möchten wir uns bei allen Spendern und Freunden in Ecuador bedanken. Es war ein sehr ergreifendes und emotionales Erlebnis, dass wir bestimmt in einigen Jahren wiederholen werden. Vielleicht unterstützt Ihr uns dann ja wieder oder kommt einfach selbst mit über den großen Teich.

Alle Bilder findet Ihr hier ! (Wir haben aber noch nicht alle… Sie werden immer sofort in diesem Album hinzugefügt).

Zum Abschluss möchten wir uns noch mal bei allen Spendern bedanken. Danke an Yasmina Mouahbi, Andi Habersack, Sonja Habersack, Anna Peuthert, Conny und Reinhard Rottenau, Moni Walz, Jenny Egner, Nadja Börner, Gabi Herold, Tim Liebau, Sandra Tauber, Rene Hass, Mia Preuß, Silke Kubitzke, Bülent Aralp, Güler Aralp, Reinhard Jung, Hannelore Jung, Björn Reindl, Thorsten Adam, Timo Mützel, Ivica Jankovic, Matthias Euler, Danica Drastig, Christian Pessel, Sybille Gisinger, Yanet Martinez, Johanna Klug, Anette Racky, Dietmar E. Schönig, Nicolas Ritz und Annika Maus !!!

Weiter möchten wir uns bei allen unseren ecuadorianischen Freunden bedanken, die uns bei der Organisation und mit helfender Hand vorort geholfen haben. Danke an Valeria Santos, Ilse Tugendhat de Toledo, Mario Fernando „Capi“ Toledo, Marta Tugendhat de Santos, Karen Tugendhat, Tania Fabre und vieler anderer, die kurzfristig dazugestoßen sind und deren Namen wir bis heute nicht kennen…

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