SEO für Anfänger – Was ist wichtig zu wissen?

Wie wird die Webseite gefunden? Tipps für Anfänger

Eine eigene Homepage zu erstellen, ist dank offener Plattformen, wie dem weitverbreiteten WordPress auch für den Laien keine Hexerei mehr. Sobald sich der User eingearbeitet hat, kann er mit einem Aufwand von wenigen Stunden eine professionell aussehende Homepage gestalten. Jetzt kommt der nächste und sehr viel schwierigere Teil. Schließlich soll die Webseite in den grenzenlosen Weiten des World Wide Web auch gefunden werden. Sprich: Sie muss von den Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Co. als so relevant eingestuft werden, dass sie irgendwo auf der Trefferliste angezeigt wird, wenn irgendein User nach einem bestimmten Begriff sucht, der mit der Seite zusammenhängt. Der Seiteninhaber muss sich also zwangsläufig mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, befassen, wenn er in den Suchmaschinen weit vorne landen möchte.

Natürlich hängt es sehr stark davon ab, für welchen Zweck die Seite genutzt wird. Wer nur aus Spaß einen Blog betreiben möchte, braucht SEO ebenso wenig wie jemand, der eine Seite für seinen Verein bastelt, auf der sich die Mitglieder über die aktuellen Aktivitäten informieren können. Anders sieht es aus, wenn der Webseitenbetreiber mit seiner Seite Geld verdienen möchte, etwa durch einen eingegliederten Shop. Auch diesen einzurichten, stellt dank zahlreicher kostenloser Shopsysteme und Tools kein allzu großes Problem dar. Aber selbst wenn im Shop Produkte angeboten werden, die sonst eher schwer aufzutreiben sind: Im Netz ist die Konkurrenz zu groß, als dass der Inhaber ohne SEO auskommen könnte.

Andererseits eignen sich Hobby- und Vereinsseiten hervorragend dafür, um herauszufinden, wie sich die Seite erfolgreich optimieren lässt. Ist SEO erfolgreich, umso besser. Werden Fehler gemacht, entsteht zumindest kein wirtschaftlicher Schaden und der User weiß bei einer wichtigeren Seite, wo Fehler und Fallstricke lauern.

10 Do´s

1. Wonach wird gesucht?

Der erste Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Optimierung ist die richtige Auswahl der Keywords, also der Suchbegriffe. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Keywords müssen natürlich mit dem Inhalt der Seite zusammenhängen. Zugleich sollten es aber auch Begriffe sein, die häufig gesucht werden. Einen Anhaltspunkt geben Keyword-Datenbanken oder das Adwords Keyword Tool von Google. Das zeigt unter anderem auch an, wie oft nach einem bestimmten Begriff etwa pro Monat gesucht wird.

2. Auf den Inhalt kommt es an

Ein hochwertiger Inhalt garantiert zusammen mit entsprechendem SEO, dass die Seite dauerhaft gut gelistet ist. Das bedeutet: Die Seite sollte von Anfang an mit hochwertigen Berichten zum Thema bestückt werden und das auch mit einer bestimmten Regelmäßigkeit. Ein bis zwei neue Artikel pro Woche etwa lassen die Seite kontinuierlich wachsen und garantieren regelmäßig interessierte Leser.

3. Hochwertige Links sind nicht einfach zu bekommen

Grundsätzlich gilt: Eine gut verlinkte Seite ist für die Suchmaschinen eine hochwertige Seite. Links bei Linkbrokern zu kaufen, kann helfen, eine Seite in Google und Co. nach vorne zu bringen. Langfristig bekommt sie aber nur dann ein gutes Ranking, wenn hochwertige Links auf die Seite führen. Diese Links kosten entsprechend oder der Webmaster von möglichen Partnerseiten vergibt ihn aus Überzeugung kostenlos.

4. Langfristig denken

Sehr viel wichtiger, als schnell in die Top 10 der Suchergebnisse zu kommen, ist es, dauerhaft dort zu bleiben. Das bedeutet: SEO muss langfristig und konsequent betrieben werden. Allerdings mit einer gewissen Vorsicht. Denn zu aggressives und offensichtliches SEO wird von den Suchmaschinen abgestraft.

5. Was ist wichtiger? Inhalt oder Links?

Verschiedene SEO-Experten gehen unterschiedlich an die Optimierung heran. Während die einen ein möglichst großes Netzwerk an Links aufbauen, setzen andere auf hochwertige und exklusive Inhalte. Wieder andere beschäftigen sich mit Vorliebe mit der OnPage-Optimierung. Das heißt: Sie gestalten die Seite so suchmaschinenfreundlich wie es nur möglich ist. Keine dieser Herangehensweisen ist der Weisheit letzter Schluss. Im Endeffekt geht es darum, den richtigen Mix aus all diesen Maßnahmen für die eigene Seite zu finden.

6. Man lernt nie aus

Wer sich selbst mit SEO beschäftigt, sollte sich zumindest einmal genauer ansehen, wie andere Webseitenbetreiber arbeiten, beispielsweise, indem er die Backlinks einer anderen Seite gründlich unter die Lupe nimmt. Das zeigt, wie andere Seitenbesitzer die Optimierung angehen, und ermöglicht vielleicht den einen oder anderen Tipp für die eigene Arbeit.

7. Netzwerke bilden

Die Suchmaschinen ändern ihre Suchkriterien ständig, weshalb sich die Seitenbetreiber auch ständig auf dem Laufenden halten sollten. Die aktuellen Informationen dazu werden in den einschlägigen SEO-Blogs veröffentlicht. Darüber hinaus lohnt sich der Austausch mit Kollegen. In vielen Städten gibt es SEO-Stammtische. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann soziale Netzwerke nutzen, um Kollegen kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.

8. Nur wer wagt, gewinnt

Gerade am Anfang ist die Unsicherheit groß, welche Optimierungsmaßnahme für die eigenen Seiten optimal ist. Für Experimente lassen sich beispielsweise Hobbyprojekte oder unwichtige Unterseiten der Hauptdomain nutzen. Allerdings dürfen bei Letzteren die Maßnahmen nicht den Erfolg der Seite gefährden. Deshalb lohnt sich auch der Blick auf die Seiten von anderen. Nur wer offen für Neues ist, kann dauerhaft erfolgreich im Bereich SEO agieren.

9. Die Webseite ist wichtig

Entscheidend für den Erfolg einer Webseite ist der Umsatz, der mit ihr generiert wird. Wer lediglich auf ein oder zwei Keywords hin optimiert, fährt mit großer Wahrscheinlichkeit schlechter als jemand, der den Blick für das „große Ganze“ hat. Wer bei der Optimierung nur auf eine hohe Keyworddichte setzt, bewirkt unter Umständen genau das Gegenteil: Die Maßnahmen werden möglicherweise als Spam eingestuft, woraufhin die Seite im Ranking der Suchmaschinen abstürzt.

10. Alle Möglichkeiten nutzen

Nicht zuletzt hängt der Erfolg einer gewerbsmäßig betriebenen Webseite auch von den begleitenden Werbemaßnahmen ab. Die Verlinkung mit den Herstellern oder Zulieferern der Produkte, die vertrieben werden, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Sämtliche Neuheiten und Aktivitäten müssen über alle Social-Media-Kanäle publik gemacht werden. Und auch die klassische Pressearbeit ist nicht zu vernachlässigen. Ein Gewinnspiel oder eine Charity-Aktion zur Weihnachtszeit bringt Sympathiepunkte bei den Kunden und die Seite nach vorne.

10 No Go´s

1. Blindwütiges Linkbuilding

Gerade am Anfang reichen bereits zwei oder drei falsche Links aus, um ein Projekt zum Scheitern zu verurteilen. Eine gründliche Information zum Thema Linkbuilding ist unerlässlich. Dieser Bereich ist mit dem größten Aufwand verbunden und es kursieren viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema. Hier können einmal gemachte Fehler nur mit großem Aufwand wieder ausgebügelt werden.

Wichtig ist hier immer auf ein natürlichen Linkaufbau zu achten…

2. Auslagern, aber richtig

Wer sich das komplexe Thema Linkbuilding nicht selbst zutraut, kann diesen Bereich natürlich auch auslagern. Allerdings sollte er dafür die professionelle Hilfe einer Agentur in Anspruch nehmen, statt auf billige Linkpakete, die etwa auf Ebay angeboten werden, zurückzugreifen. Das Sparen am falschen Ende kostet im Endeffekt unterm Strich sehr viel mehr.

3. Informationen prüfen

Blindes Vertrauen ist Gift für erfolgreiches SEO. Zahlreiche Tipps, die im Netz und auf Stammtischen kursieren, sind teilweise veraltet oder schlicht nicht richtig. Die Seitenbetreiber sollten sich also besser Informationen von mehreren Seiten einholen und erst dann entscheiden, von welcher Maßnahme sie sich am meisten versprechen.

4. Nix ist fix

Ausgelernt haben SEO-Verantwortliche definitiv niemals. Nicht nur die ständige Aktualisierung der Algorithmen sorgt dafür, dass sie sich immer mit Neuem beschäftigen müssen, sondern auch die neuen Tools, die mit schöner Regelmäßigkeit herauskommen. Wer sagt „ich kann alles“, ist definitiv mit Vorsicht zu genießen.

5. Rückzug

Gerade im Bereich SEO ist es wichtig, sich mit den Kollegen auszutauschen. Wer stur sein Ding durchzieht und nicht mit seinen Mitstreitern kommuniziert, zumindest auf virtueller Ebene, gerät schnell ins Hintertreffen. Der große Vorteil in der Branche: Die Kollegen sehen sich nicht als Konkurrenten, sondern als Mitstreiter, die alle im selben Boot sitzen. Sie sind also auch gern bereit, Neulingen ein paar Tipps zu geben.

6. Ein Standpunkt ist ein Standpunkt

Wer stur auf seiner Meinung beharrt, dürfte ebenso wenig Erfolg beim SEO haben. Die Branche zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich sehr schnell wandelt. Wer nicht bereit ist, Neues zu lernen, hat hier schon verloren.

7. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

SEO-Tools erleichtern die tägliche Optimierungsarbeit ungemein. Aber: Die Informationen, welche die Tools etwa über die Qualität von Links liefern, müssen nicht unbedingt richtig sein. Ein zweiter, kritischer Blick auf die gelieferten Ergebnisse lohnt sich also durchaus.

8. Eine möglichst hohe Keyword-Dichte

Qualität hat die oberste Priorität, vor allem dann, wenn es um die Texte geht. Über der Keyworddichte etwa steht der natürliche Lesefluss. Als Faustregel gilt aktuell eine Keyworddichte von zwei bis drei Prozent als optimal. Spätestens ab einer Keyworddichte von fünf Prozent und mehr wirkt der Text gekünstelt und konstruiert. Das schreckt ab. Hier sollte man sich mal mit dem Thema WDF*IDF auseinandersetzen…

9. OnPage-Experimente

Die OnPage-Optimierung ist ein wesentlicher Punkt von SEO. Text und Überschriften müssen passend formatiert sein, ebenso muss die interne Linkstruktur der Seite richtig aufgebaut sein. Experimente sind hier auf der Seite, die gepusht werden soll, absolut tabu. Änderungen sind hier nur dann sinnvoll, wenn vorher absehbar ist, dass sie auch Erfolg versprechen.

10. Weniger ist mehr

Gerade im Bereich des SEO gilt Qualität mehr als Quantität. Jeder Fehler, der gemacht wird, ist nur mit einem großen Aufwand wieder zu korrigieren. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen, was momentan scheinbar erfolgreichere Kollegen anders machen. Trotzdem sollten ihre Aktivitäten kritisch hinterfragt werden.

Fazit:

SEO ist ein sehr weites Feld, in dem die Verantwortlichen ständig dazulernen müssen. Weil es jedoch keine gängigen Standards und Vorgehensweisen gibt, bietet dieses Feld gerade Neulingen viele Freiheiten. Mit eher unwichtigen Domains können sie nach Herzenslust herumexperimentieren und vielleicht ihren ganz persönlichen Königsweg finden.

UPDATE – zusätzlicher Hinweis:

Mir ist vor kurzem ein interessantes Buch in die Hände gekommen, was ich jedem ans Herz legen will, der sich mit dem Thema SEO beschäftigt…

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