SEO für Onlineshops: Worauf sollte hier besonders geachtet werden?

Für viele Betreiber eines Onlineshops ist der Begriff SEO noch immer ein Fremdwort. Es wird davon ausgegangen, dass Suchende die Produkte schon finden werden, wenn sie den entsprechenden Suchbegriff eingeben. Doch viele Produkte sind schlecht beschrieben, es gibt doppelten Content in den Beschreibungstexten und die Struktur im Shop lässt zu wünschen übrig. Doch worauf muss nun genau geachtet werden?

Die Unterschiede zwischen SEO für Websites und für Onlineshops

In einem Onlineshop erfolgt die SEO nicht auf einzelne Suchbegriffe, dies ist wohl der größte Unterschied zur Optimierung von normalen Websites. Wichtig ist vielmehr, dass der gesamte Inhalt des Shops durch den Suchenden gefunden werden muss. Schnell sind viele Hundert Begriffe gezählt, die als Keywords in Frage kommen.
Generell sollten die Texte in Onlineshops eher kurz gehalten werden. Der User kommt auf die Seite, weil er nach einem bestimmten Produkt sucht. Die Suchmaschine hat ihn in den Shop geleitet und dort hofft er nun, die gewünschten Informationen zu finden. Diese sollten sich nicht in langen Texten verstecken, sondern auf den ersten Blick erkennbar sein. Die gewünschte Keyworddichte in so kurzen Texten unterzubringen, ist allerdings ein Kunststück. Wichtig: Der User darf nie vergessen, dass er sich in einem Shop befindet, daher muss die gesamte Gestaltung desselben darauf abgestimmt sein.
Nun gibt es aber für die meisten Produkte unzählige Händler, das heißt, der Wettbewerb ist immens. Um einen Onlineshop daher richtig zu bewerben, bedarf es im Gegensatz zu einer üblichen Website verschiedener Hilfsmittel: Landingpages, SEM und Mikro-Webseiten sind nur wenige Beispiele dafür.

Hier ein paar Tipps für die SEO von Onlineshops:

1. SERPs
Wichtig ist es in jedem Fall, Aufmerksamkeit zu erregen. In dem Zusammenhang sei auf die SERPs (Search Engine Result Pages) hingewiesen. Die Arbeit an einem Onlineshop ist im Prinzip niemals beendet, kennt Google doch mehr als 200 Kriterien, die die Rangfolge der Ergebnisse beeinflussen. Diese können unmöglich alle bedient werden, zumal es darüber keine Veröffentlichungen seitens Google gibt. Doch um möglichst weit nach vorn zu kommen, muss der Onlineshop benutzerfreundlich gestaltet werden. Der User muss sich wohlfühlen und soll gleichzeitig einzigartige Produkte präsentiert bekommen. Dabei liegt das Problem darin, dass in einem Onlineshop immer wieder gleichartige Produkte beschrieben werden müssen. Die Suchmaschinen gehen dann jedoch davon aus, dass es sich hierbei um Double Content handelt, der kein aussagekräftiges Ranking verdient hat.

2. Canonical Tags
Produktseiten sollen originell und immer verschieden sein. Ansonsten werden ähnliche Seiten im Index einfach ausgeblendet. Vollkommen einzigartige Inhalte können in einem Onlineshop aber kaum kreiert werden. Hier helfen die Canonical Tags, die im Header der Seite eingesetzt werden. Die Suchmaschinen erfahren so, unter welcher URL der Originalcontent zu finden ist. Der Shopbetreiber kann damit festlegen, welcher Seite Google die meiste Bedeutung beimessen soll.
Damit die Suchmaschine nicht dennoch völlig ignorant reagiert, können die Robots Tags genutzt werden. Damit wird festgelegt, welche Seiten gecrawlt werden sollen.

3. Die richtigen Keywords
Schon beim Aufbau des Onlineshops muss sich der Shopbetreiber darüber im Klaren sein, welche Keywords er verwenden will. Denn über diese finden die Suchmaschinen die Seite. Hier muss allerdings ein wenig differenzierter vorgegangen werden, als wenn einfach nur eine Informationsseite erstellt wird. Eine sinnvolle Strategie ist vonnöten. Die Suchbegriffe dürfen nicht nach Bauchgefühl festgelegt werden, denn solche Keywords findet kaum jemand wieder. Die Begriffe müssen logisch und beschreibend, treffend und einzigartig sein. Teilweise ist eine Geschlechtertrennung wichtig.

4. Meta-Angaben
Auch wenn die Betreiber anderer Suchmaschinen sich dies anders wünschen, ist es längst Tatsache, dass die meisten Nutzer Google bei der Recherche verwenden. Doch die User sehen nach der Eingabe des Suchbegriffes nicht sofort den Shop, sondern erst einmal die Snippets, sozusagen die „Shop-Schnipsel“. Daher ist es wichtig, die Meta-Angaben zu erwähnen, denn daraus basteln die Suchmaschinen die Beschreibungen der Onlineshops. Hier muss der Nutzer direkt angesprochen werden. Der Shopbetreiber sollte sich im Idealfall gegenüber seinen Konkurrenten bei der Beschreibung hervorheben. Bei der Beschreibung sollten Sie sich am besten vorstellen, der Nutzer stehe Ihnen direkt gegenüber. Passen Sie die Snippets immer wieder an und beobachten Sie genau, wie sich die CTR (Click-Through-Rate) danach verändert. Übrigens helfen auch Symbole oder Bilder, die Snippets einzigartig werden zu lassen.

5. Der Eintrag bei Google Shopping
Noch immer nutzt nicht jeder Shopbetreiber wirklich die Möglichkeiten von Google Shopping. Wer hier noch nicht gelistet ist, sollte sich im Google Merchant Center anmelden. Hier werden die Details zu den Produkten hinterlegt das Google Content-API Hilfe zu den Eintragungen anbietet. Google Shopping ist zwar kostenpflichtig, lohnt sich jedoch auch für Betreiber kleiner Onlineshops.

Häufige Fehler bei der SEO von Onlineshops

Es hilft nicht, möglichst viele verschiedene Produkte im Shop zu führen, damit ein hoher Traffic entsteht. Die ständige Fluktuation der Produkte und Produktseiten macht es schwierig, einen Onlineshop immer auf dem aktuellsten Stand der SEO zu halten – das bedeutet also ständige Arbeit am Shop und an den Seiten. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Fehler, die bei der SEO eines Onlineshops gemacht werden können.

1. Schlechte Beschreibung der Produkte
Vergessen Sie die oberen Google-Rankings, wenn Sie auf eine Beschreibung der Produkte verzichten oder diese nur halbherzig einsetzen. Ein Trick: Zählen Sie die Worte, die auf einer Blanko-Produktseite bereits vorkommen. Ihr Content zum Produkt muss diese Wortzahl auf jeden Fall übertreffen, um als relevant eingestuft zu werden. Die Texte müssen dann allerdings auch qualitativ hochwertig sein – und vor allem einzigartig. Kopien werden von Google abgestraft.

2. Beschreibungen der Hersteller übernehmen
Wer sich zum Ziel setzt, von Google nicht mehr beachtet zu werden, kann natürlich einfach die Beschreibungen der Hersteller in seinen Onlineshop übernehmen. Sinnvoll ist das natürlich nicht. Non Unique Content wird verbannt oder zumindest auf schlechte Ränge gesetzt. Bei Seiten, die bald offline gehen sollen oder für eine große Anzahl von Produktseiten kann der Meta Tag „No Index“ gesetzt werden. Dann existiert die Seite für Google gar nicht und Sie müssen keine Produktbeschreibung anfertigen. Wenige Seiten mit einzigartigem Inhalt sind auf jeden Fall besser, als viele Seiten zu führen, die inhaltlich gleich sind.

3. Fehlende Rezensionen
Die meisten Onlinekäufer wünschen sich Rezensionen zu den Produkten, ehe sie sich für einen Kauf entscheiden. Wer dann in seinem Shop keine Bewertungen oder Erfahrungsberichte vorweisen kann, sieht oft alt aus: Die potenziellen Kunden wechseln zu anderen Anbietern. Und damit nicht genug, bekommen Seiten ohne Rezensionen meist schlechtere Ränge zugewiesen als solche, die eine Bewertung mit eingebunden haben. Rezensionen halten die Seite aktuell und zeigen Google, dass sich hier ständig etwas tut.

4. Falsche Suchbegriffe wählen
Beachten Sie bei der Festlegung der Suchbegriffe, nach welchen Worten die potenziellen Kunden suchen. Bildunterschriften und Texte, Überschriften und Produktbezeichnungen sollten daher nicht kreativ, sondern allgemein verständlich sein. Image Alt Tag Informationen sollten ausgefüllt werden, wichtige Markennamen oder Modellnummern werden in H1-Überschriften gesetzt. Suchbegriffe werden nicht ständig wiederholt.

5. Titel-Duplikate
Vor allem große Onlineshops haben damit zu kämpfen, immer verschiedene Titel für die Produkte zu finden. Unique Title Tags sind aber wichtig, wenn Google keinen doppelten Content abstrafen soll. Schlüsselbegriffe können sich zwar wiederholen, sollten aber nicht zu häufig auftauchen. Unique Key Phrases werden bei vielen Produktbeschreibungen einer Marke eingesetzt. Hilfreich sind überdies die Brand-Model-Title-Tags, die bei der Strukturierung der Title Tags helfen.

6. Keine keywordfreundlichen URLs
URLs, die als keywordfreundlich eingestuft werden, sind wichtig, damit der User weiß, was ihn auf der Seite erwartet. Solche „sprechenden“ URLs sollten für jede Produktseite angelegt werden. Suchmaschinen stellen dann fest, dass diese Seiten unique sind und werden sie bevorzugen. Außerdem sollten wirklich relevante Keywords, die zum Beispiel durch eine Kundenbefragung herausgefunden werden können, eingefügt werden.

7. Doppelter Content
Verwenden Sie nie verschiedene URLs mit gleichem Content (double content). Gleiche Produkte in unterschiedlichen Kategorien, Tracking-Parameter oder Tags sollten mit „robots.txt“ gesperrt werden. Die bereits erwähnten Canonical Tags ermöglichen es, der Suchmaschine deutlich zu machen, dass es eine originale Seite gibt und darüber hinaus weitere Seiten, die aber nicht indexiert werden sollen. So genannte nofollow-Tags zeigen Google und Co., dass die Duplikate nicht als Spam einzustufen sind.

8. Schlechte Optimierung der Bilder
Bilder sollten immer optimiert werden, damit die Seiten nicht mit einer enorm langen Ladezeit reagieren – potenzielle Kunden klicken sich sonst schnell zum Konkurrenten weiter. Außerdem werden optimierte Bilder besser in der Bildersuche von Google platziert. Bilder werden daher am besten mit der Produktbezeichnung sowie dem Markennamen gekennzeichnet. Mehrere Bilder werden nummeriert. Zur Unterbringung weiterer Keywords eignen sich Title und Alt Tags. Bilder sollten die richtige Größe aufweisen (320 bis 1280 Pixel pro Kante). Wichtig ist auch das Format, JPG- oder PNG-Format sind geeignet.

9. Keine interne Verlinkung
Auch in Onlineshops sollte eine interne Verlinkung stattfinden. Damit werden Unterseiten besser gerankt. Außerdem wird der Nutzer besser durch den Onlineshop geführt. Ähnliche Produkte, verwandte Kategorien, weitere Produkte des gleichen Herstellers oder Zubehörteile sind ideale Seiten, auf die verlinkt werden kann.

10. PageSpeed nicht beachten
Viele Betreiber eines Onlineshops kümmern sich nicht weiter um den PageSpeed, der aber gerade bei Shops mit vielen Unterseiten optimiert werden sollte. Der HTML-Quellcode, Bilder oder Javascripte können optimiert werden. Dank Google gibt es dafür ein eigenes Tool, das sich PageSpeed Online nennt. Google bietet dieses Hilfsmittel als Erweiterung für den Browser an. Praktisch: Wenn Google merkt, dass hier noch Optimierungspotenzial besteht, so wird zum Beispiel ein neues Bild lokal erstellt und kann dann einfach gespeichert werden.

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