Suchmaschinenoptimierung von Videos

Videos zählen zu den beliebtesten Multimediaformaten. Aufgrund der schier endlosen Anzahl hochgeladener Videoclips werden SEO-Maßnahmen immer wichtiger.

Bewegte Bilder mit Ton dienen nicht nur Unterhaltungszwecken, sondern bieten auch eine besonders effektive Möglichkeit der Informationsvermittlung, durch die sich selbst komplexe Sachverhalte anschaulich darstellen lassen. Suchmaschinenoptimierung erhöht die Sichtbarkeit eines Videoclips auf der Video-Plattform sowie in den Suchmaschinen. Unter allen Video-Plattformen hat YouTube den mit Abstand größten Marktanteil. Die Plattform gehört seit 2006 zu Google und gilt als „trusted Domain“, wird demnach als eine besonders vertrauenswürdige Website eingestuft. Portale wie MyVideo oder Vimeo sind ebenfalls beliebt, auch wenn ihre Besucherzahlen bei Weitem nicht an die von YouTube heranreichen. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns in diesem SEO-Beitrag auf YouTube-Videos.

Die Popularität eines Videos hängt natürlich vom Thema ab. Hier geht es darum, im jeweils gewählten Themenumfeld über SEO-Maßnahmen ein gutes Ranking zu erzielen. Für hohe Aufrufzahlen sorgen aber noch viele weitere Faktoren, die vor allem mit inhaltlicher Gestaltung, Strukturierung und technischen Aspekten wie der Auflösung des Videos zu tun haben. Mit Ausnahme der Länge eines Videoclips wollen wir diese formal-inhaltlichen Kriterien hier aber nicht weiter vertiefen.

Auf die richtige Länge kommt es an

Überlange oder ultrakurze Videos sind – von Ausnahmen abgesehen – bei YouTube nicht sonderlich populär, was sich an den Aufrufstatistiken ablesen lässt. Interessiert sich der Nutzer für einen bestimmten Musiktitel einer Band, wird er eher den Titel gezielt anklicken als den Mitschnitt eines Livekonzerts mit einer Spieldauer von über 60 Minuten, bei dem er den gesuchten Titel im Video erst noch aufspüren muss. Nicht anders ist es bei Ratgebervideos. Wer ein Rat zu einer bestimmten Frage sucht, möchte nicht lang und breit über sämtliche Aspekte eines Themas informiert werden, sondern sucht gezielt nach schneller Hilfe. Dauern Videos allerdings nur ein paar Sekunden, kommen berechtigte Zweifel auf, ob das Video wirklich sinnvolle Inhalte anbietet. Optimal sind Videos mit einer Länge von 1 – 3 Minuten, denn sie werden am häufigsten geklickt. Clipersteller sollten sich im Zweifelsfall einfach an der durchschnittlichen Länge anderer, zu einem Keyword verfügbaren Videos orientieren, weil YouTube diese Kennzahl ebenfalls ermittelt.

Keywords gut recherchieren

Vor dem Dreh eines Videoclips steht genau wie am Beginn vom Erstellungsprozess einer Website die Keyword-Recherche. Der Videoproduzent muss sich Gedanken machen, über welche Schlagworte oder Suchbegriffe sein Werk bei YouTube und Google gefunden werden soll. Das gilt für Videos, die Zuschauern einen Mehrwert bieten möchten. Bei Fun-Videos, die ebenfalls in Massen auf den Video-Plattformen eingestellt werden, macht SEO nicht viel Sinn, weil sich diese Clips in erster Linie viral über die sozialen Netzwerke verbreiten. Bei der Suche nach passenden Keywords leisten Google Trends und das Google AdWords Keyword-Tool gute Dienste, um populäre Suchbegriffe zum Videothema zu recherchieren.

Die Beschreibung ist alles

Wichtig ist, den Inhalt des Videos kurz und prägnant zu beschreiben und dabei das Suchwort in die Beschreibung einzubauen. Es sollte grundsätzlich am Anfang stehen, weil die Beschreibungstexte ohnehin kurz sind. Noch wichtiger als die Beschreibung ist für das Ranking allerdings der Titel. Hier sollte das Suchwort in jedem Fall auftauchen, damit das Video unter dem gewünschten Suchwort gefunden wird. Ebenso wie in der Beschreibung sollte es unbedingt am Anfang stehen. Handelt das Video vom Bau eines Aquariums und das Hauptkeyword heißt „Aquarium“, dann sollte der Titel nicht „Anleitung zum Bau eines Aquariums“ heißen, sondern beispielsweise so: „Aquarium bauen. So wird’s gemacht!“ Die Keywords sollten auch bei den Tags/Schlagwörtern zum Video hinterlegt werden. Seit Ende 2012 sind auch in Deutschland „Closed Captions“, also Untertitel für YouTube-Videos verfügbar, die sich beim Hochladen des Clips hinzufügen lassen. Die Meinungen über die Relevanz für das Ranking gehen aber noch weit auseinander. Während einige der Ansicht sind, dass die Keywords in den Untertiteln einmal mehr Gewicht haben werden als der Beschreibungstext, sind andere der Ansicht, dass unpassende Untertitel die Betrachter eher abschrecken werden. Wir meinen, bei Verwendung von Untertiteln kann es nicht schaden, Keywords einzubauen, sofern sie nicht störend wirken.

OffPage-Optimierung

Wer ein Video in den Suchmaschinen nach vorn bringen will, muss vor allem auch an die OffPage-Optimierung denken. Es geht hier nicht um Fun-Clips, die sich vor allem viral ausbreiten, sondern um Videos, welche genau die Informationen bereithalten, wonach Nutzer bei Google oder YouTube gerade suchen. Links, die auf das Video verweisen, sind natürlich ein Rankingfaktor erster Ordnung. Der Linkaufbau wird im Prinzip genauso betrieben wie bei einer Website. Nach wie vor sind hier Bookmarks nützlich, um bei Google eine gute Rankingposition zu erzielen. Die Einbindung des Clips auf einer Website über ein Plug-in oder einen Backlink wirkt sich vor allem dann positiv auf das Video-Ranking aus, wenn der Clip bzw. der Backlink in einem themenrelevanten SEO-optimierten Anchor-Text eingebettet ist. Auch beim Video-SEO ist die Qualität der Backlinks und damit der Anchor-Texte entscheidend.

Usersignale als Rankingfaktor

Neben den OnPage- und OffPage-Faktoren zählen die Usersignale zu den wichtigsten Rankingfaktoren bei YouTube-Videos. Dazu gehören die Anzahl der Views, die Zuschauerbindung beziehungsweise Verweildauer (möglichst wenige Abbrüche), grüne und rote Daumen für Likes/Dislikes, Kommentare sowie Social Shares auf Facebook, Twitter & Co. Darüber hinaus sind interne YouTube-Faktoren ausschlaggebend. Also, ob das Video beispielsweise in einem YouTube-Kanal veröffentlicht wird, der viele Abonnenten besitzt. Hier rücken der Kanal und sein Umfeld im Rahmen der Kanal-Optimierung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei geht es neben der Anzahl der Abonnenten unter anderem um die Anzahl bereits hochgeladener Videos sowie die Uploadfrequenz.

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