Nachholbedarf im Bereich Social Media bei Unternehmen

Zuletzt hatten wir noch erläutert, warum für den Erfolg von Unternehmen kein Weg mehr an Social Media vorbeiführt und mit welchen Maßnahmen man diesen Erfolg über Kanäle wir Facebook und Twitter langfristig sichern kann.  Der Social Media Trendmonitor 2011 „Zwischen Hype und Hoffnung: Die Nutzung sozialer Netzwerke in Journalismus und PR“ von der dpa-Tochter news aktuell gibt einen faszinierenden Einblick darüber, inwieweit Unternehmen die Relevanz von Social Media bereits erkannt haben. Zum Teil recht erschreckende Ergebnisse…

Über 5.000 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen, Pressestellen und Redaktionen haben sich am Social Media Trendmonitor 2011 beteiligt. Die Kernaussage der Umfrage schon mal vorweg: Häufig besteht  immer noch Nachholbedarf in Sachen Social Media. Facebook und Twitter werden zwar als „wertvolles Arbeitswerkzeug“ eingestuft, aber die Wahrnehmung als „notwendiges Übel“ ist noch immer weit verbreitet.

Sehr spannend auch folgendes:
Nur 33% der Redaktionen und nur jede vierte Pressestelle hält sich laut der Studie für den Umgang mit Social Media „gut“ bis „sehr gut“ gerüstet. Vor allem die Zeitschriften- und Tageszeitungsredaktionen geben wir mit nur 21% hier ein besonders schlechtes Bild ab. In den Unternehmen attestieren vor allem Sprecher aus den Bereichen Handel und Dienstleistung ihren Unternehmen „gutes“ oder sogar „sehr gutes“ Rüstzeug für Social Media. Verwaltungen und Verbände dagegen haben hier noch starken Nachholbedarf.
Und was gibt die Studie sonst noch so sehr?
Social Media ist mittlerweile in Unternehmen und Redaktionen angekommen und hat sich als tägliches Arbeitstool etabliert. Fast jeder zweite Journalist empfindet Social Media als „wertvolles Arbeitswerkzeug“. Vor allem in Online-Redaktionen, Nachrichtenagenturen und Rundfunksendern ist man Informationen aus Facebook, Twitter und Xing überdurchschnittlich aufgeschlossen. In Pressestellen und PR-Agenturen ist die Begeisterung sogar noch größer. Mehr als die Hälfte aller PR-Profis setzt Social Media inzwischen im Arbeitsalltag ein!
Doch bedeutet „wertvolles Arbeitswerkzeug“ auch, dass die Social Media-Instrument geschätzt oder gar geliebt werden?
Nein!
Mehr als die Hälfte aller befragten Journalisten attestiert Social Media komischerweise gleichzeitig eine „geringe“ bis „gar keine Relevanz“. Nur für gut jeden dritten Redakteur (35 spielen Facebook, Twitter & Co. im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle. Irgendwie bemerkenswert, dass sich gerade Journalisten vor den Tools drücken, wo sich Informationen am einfachsten beschaffen und verbreiten lassen. Ist das einfach nur altmodisch oder steckt hier mehr, z.B. ein besonders ausgeprägter Qualitätsanspruch dahinter?

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