Natürlicher Linkaufbau seit Google Pinguin

Auch in Zeiten von Facebook, Google+, Twitter & Co. ist und bleibt der Linkaufbau die größte Waffe im Bereich der Suchmaschinenoptimierung.

Fairerweise muss aber auch erwähnt werden, dass hier nicht mehr Masse gleich Klasse ist, sondern die Qualität sollte seit dem ominösen Vogel-Update an höchster Stelle stehen.

Wichtig ist vor allem der „natürliche“ Linkaufbau. Wobei hier gleich gesagt werden muss, sobald ein Webseiten-Betreiber optimiert, kann es halt nicht mehr wirklich natürlich sein. Dies ist ein Paradoxum in sich. Die Krux ist es, den Linkaufbau so natürlich zu gestalten, wie Google ihn als natürlich empfindet. Da es aber keine offizielle Anleitung dazu seitens Google gibt, müssen wir uns hier auf unsere Erfahrungswerte verlassen.

Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass der Content auf der Webseite so gewählt werden sollte, dass er auch attraktiv genug ist, um auf anderen Webseiten verlinkt zu werden. Aber genau hier ist das Problem: Wie muss ein natürliches Linkbuilding erfolgen, wenn auf der eigentlichen Webseite kein verlinkungswürdiger Content existiert?

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Ein typisches Beispiel ist hier zum Beispiel ein Webshop oder eine Informationsseite über die Produkte und Dienstleistungen eines regionalen Unternehmens.

Hier sind ein paar Anregungen, wie wir bei unserem Linkbuilding für unsere Kunden vorgehen. Hier finden Sie sicherlich auch die eine oder andere Anregung für Ihre Webseite. Falls nicht, rufen Sie uns doch einfach an…

1. Wie sollte der Linkaufbau aussehen?

Typische Fehler:

– Viele Links auf einmal – typisches Zeichen für Linkkauf
Es gibt viele Anbieter im Netz, bei denen man gleich 50 oder 100 Links auf einmal setzen lassen kann. Diese Links werden häufig relativ schnell hintereinander gesetzt. Also, wenn Sie sich jetzt ganz massiv um Linkaufbau kümmern und ganz viele Verlinkungen aufeinmal bekommen, kann das für Google so aussehen, dass es sich um künstlichen Linkaufbau gehandelt hat. Wobei hier ein wenig differenziert werden muss. Die Links, die die meisten Massen-Link-Anbieter anbieten, sind auch oft nur von qualitativ schwachen Seiten, so dass die eh so gut wie nichts mehr bringen.

– In Linklisten zu erscheinen ist simpel – das weiß Google auch!
Links aus Webkatalogen, Linklisten, Presseportale und Social Bookmarking ist oft einfach zu erreichen, indem man es einfach selbst macht. Aber Achtung: Das weiß Google auch. Ihr könnt Euch also vorstellen, dass ein Link von einem Presseportal dementsprechend weniger bringt, als von einer anderen Content-Seite, auf der die Links nicht selbst eingepflegt werden können. Wir haben auch beobachtet, dass Seiten, die fast nur über Linklisten und Webkataloge verlinkt wurden, seit Google Pinguin sehr stark an Top 100-Rankings verloren haben. Soll heißen, viele dieser Linkportale werden sicherlich mittlerweile von Google abgestraft.

– Gekaufte Links mit dem gleichen Ankertext
Früher waren die Ankertexte sehr wichtig, um bestimmte Keywörter nach vorne zu bringen. Mittlerweile ist das leider nicht mehr so. Ankertexte können immer noch helfen, wenn Sie sporadisch und intelligent eingesetzt werden. Wenn man aber von 25 Verlinkungen 18 Verlinkungen auf dem gleichen Keyword hat, wird das eher kontraproduktiv sein. Wie hoch die Quote wirklich sein sollte, ist leider nicht genau zu sagen, aber die Ankertexte sollten geschickt verteilt werden.

– Blog-Kommentar-Spamming
Blog-Spamming ist auch ein großes Thema und eine einfache Möglichkeit an Verlinkungen zu kommen. Ein gut gesetztes Kommentar in einem prominenten Blog wird sicherlich auch immer noch förderlich sein, aber auch hier muss das Verhältnis stimmen. Wenn 75% aller Verlinkungen auf eine Webseite von Blogkommentaren führen, hat das halt nichts mit natürlichem Linkbuilding zu tun.

– Linktausch
Grundsätzlich mag Google einfachen Linktausch nicht. Wir glauben zwar nicht, dass man durch Linktausch abgestraft wird, aber die Verlinkungen werden (sofern Google es merkt) keinen oder weniger Einfluss auf die verlinkten Webseiten haben.

– Auch No-Follow-Verlinkungen einbauen
Es ist nunmal normal, dass ein Webshop nicht nur „Do-Follow-Verlinkungen“ hat. Ein sich natürlich entwickelnder Linkaufbau für Webshops beinhaltet auch immer Links von irgendwelchen Preissuchmaschinen oder sonstigen Vergleichsportalen, die in 95% der Fälle immer „No-Follow“-Verlinkungen sind. Also sollte ein Webshop nicht nur Do-Follow-Verlinkungen haben, weil das wäre halt sehr auffällig und würde ganz klar nach Linkkauf riechen.

– Links aus anderen Ländern
Wenn Sie einen Webshop in Deutschland betreiben, sollten vornehmlich auch nur deutsche Seiten auf ihn verlinken. Wenn 90% der Verlinkungen aus den USA oder aus Russland kommen, sind das halt ziemlich nach extrem billigen Kauflinks aus.

Natürlicher Linkaufbau:

– Links von hochwertigen und themenrelevanten Webseiten
Links sollten immer von themenrelevanten Webseiten bekommen. Eine Verlinkung auf einen Sport-Webshop ist halt von einer Vereinswebseite besser als von einer Webseite für Gartenfreunde. Da wir auf einer Gartenfreunde-Webseite genausowenig eine Verlinkung auf einen Sportshop suchen würden, macht das Google halt auch nicht. Wirkt extrem unnatürlich…

– Nicht auf bestimmte Ankertexte fokussieren
Achten Sie darauf, dass die Verlinkungen auf die Webseite von unterschiedlichen Ankertexten auf Ihre Webseite geleitet werden. Warum, habe ich weiter oben im Artikel schon mal beschrieben.

– Weiche Anker-Texte einbauen
Wenn Sie sich mal den wirklich natürlichen Linkaufbau einer Webseite anschauen, werden Sie merken, dass oft Verlinkungen mit sogenannten weichen Ankertexten bestehen. Weiche Ankertexte sind zum Beispiel der Domainname (www.kauf-ein-zeig-herz.de) oder der Name der Webseite (Kauf ein – zeig Herz). Auch die Verlinkung auf einer Grafik (das Logo zum Beispiel) oder die Wörter „hier“, „hier klicken“, „mehr“ sind häufig genutzte weiche Ankertexte. Diese sollten auch weiterhin die Oberhand in Ihrer Linkstruktur haben.

– Alter der verlinkenden Domains
Achten Sie drauf, dass Sie nicht nur von ganz neuen Webseiten verlinkt werden. Je älter die Domain, desto besser. Oft sind auch alte Domains selbst schon sehr stark und verhelfen so auch zu besseren Rankings. Aber auch hier benötigt es eine gesunde Mischung der Altersstruktur.

– Verlinkung in die Tiefe
Häufig werden Verlinkungen auf die generelle Domain (z.B. www.kauf-ein-zeig-herz.de) gesetzt. Um einzelne Landingpages voran zu bringen, ist es aber auch sehr sinnvoll in die Tiefe einer Webseite (http://www.kauf-ein-zeig-herz.de/hilfsorganisationen/) zu verlinken. Auch hier sollte es ein gesundes Verhältnis sein. Wir versuchen bei unseren Kunden immer auf ein 20:80 Verhältnis zu kommen. 20% auf die Startseite und 80% in die Tiefe. Aber sicherlich streiten sich hier auch die Geister und jeder Suchmaschinenoptimierer hat seine eigene Strategie. Nebenbei: Eine Verlinkung in die Tiefe gibt natürlich der ganzen Domain mehr Stärke.

– Keine konstante Linkgenerierung – aber auch keine Schübe
Das Problem von Linkaufbau-Schüben haben wir oben bereits erklärt. Auch die „zu“ konstante Linkgenerierung kann ein Problem werden. Ein natürliches Linkbuilding bekommt halt nicht jeden Monat 10 Links, sondern in einem Monat mal 20 und in einem  anderen nur 5. Meistens werden diese Links dann auch über den Monat verteilt, aber manchmal bekommt man aber halt auch Links am gleichen Tag, wenn der Content stimmt.

– Langfristig planen
Die langfristige Planung ist im Bereich des Linkbuildings ganz wichtig und oft ein ganz großes Problem. Viele denken, dass Sie erfolgreich sind, wenn Sie sich 3 Monate um ein massives Linkbuilding kümmern und es danach wieder sein lassen. Oder sie engagieren eine Agentur und denken, dass Sie nach 6 Monaten auf allen wichtigen Keywords auf Platz 1 stehen. Hier gilt zu beachten: Social Media ist ein Prozess und kein Event!!!!
Streben Sie bitte eine langfristige und damit nachhaltige Strategie an und planen Sie Ihre Budgets langfristig. Nur dann wird ihnen SEO auch richtig Spaß machen.

– Wikipedia, Facebook, Google+, Twitter und Xing
Links von Wikipedia, Twitter, Facebook, Google+ sind zwar alles No Follow-Links, aber werden trotzdem sehr beachtet (Thema: Social Signs).
Natürlich ist es sehr schwierig einen Link von Wikipedia zu bekommen. Gerade für Online-Shops ist es fast unmöglich. Facebook, Xing, Google+ und Twitter werden als Social Media Plattformen übrigens ebenfalls sehr stark berücksichtigt. Wenn eine Webseite oft auf Facebook genannt, geteilt und kommentiert wird, kann man davon ausgehen, dass auch Google das merkt und die Seite vielleicht mit mehr Relevanz in seinen Rankings ausstattet.

– Nicht nur starke , sondern auch schwache Webseiten
Wichtig ist weiter, dass nicht nur Links von PR 4 oder PR 5 Webseiten gesammelt werden. In einem natürlichen Linkaufbau bekommt eine Webseite halt auch häufig Linkjuice von kleinen schwachen Seiten mit einem PR 0 oder PR 1. Auch wenn der Pagerank nicht mehr überzubewerten ist, sollte hier schon darauf geachtet werden, dass hier eine ordentliche Verteilung stattfindet.

– Bad neighbourhood (z.B. Online-Casinos) vermeiden
Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht auf Webseiten verlinkt werden, auf denen Sie sich dann in einer „Bad Neighbourhood“ bewegen. Wenn auf der gleichen Seite Online-Casinos oder Wettportale verlinkt werden, kann das für Sie negative Auswirkungen haben.

– Links aus Texten, Blogrolls, Footer mischen
Auch sollten nicht alle Ihre Links aus dem Content kommen. Klar, echte Contentlinks sind sehr wichtig und förderlich für die Google-Rankings. Wenn Sie aber nur Contentlinks generieren, dann wirkt es aber eben auch nicht natürlich. Sorgen Sie dafür, dass Sie auch ab und zu einen Link aus einem Blogroll, einem Footer oder einer Linkliste bekommen. Dann werden die einzelnen Contentlinks noch wertvoller.

2. Tipps zum Linkaufbau

– Entwicklung einer geeigneten Contentstrategie
Die Strategie des eigenen Contents ist vielleicht die wichtigste Variable einer guten Suchmaschinenoptimierung. Hier sind ein paar Beispiele, wie ein Webseitenbetreiber zum Bespiel vorgehen könnte.

a. Am Beispiel der Contentplattform (z.B. www.mittelkreis.de)
Auf Mittelkreis werden sehr viele Interviews publiziert. Interviews werden immer sehr gerne von den Vereins-Webseiten des jeweiligen Interviewten verlinkt. Das sind natürlich sehr hochwertige Verlinkungen, weil Sie in die Tiefe gehen und von themenrelevanten Webseiten gesetzt werden.

b. Am Beispiel von Beratungsfirmen
Beratungsfirmen bieten auch oft Vorträge an. Wenn Vorträge auf irgendwelchen Webseiten angekündigt werden, kann man ja mal höflich nachfragen, ob als Referenz nicht auf die Webseite der Beratungsfirma verlinkt werden kann. Viele wollen das nicht, aber es gibt auch einige, die darin einen Mehrwert sehen, aber selbst nicht darauf gekommen sind. Das sind natürlich schöne und vor allem kostenlose Verlinkungen.

c. Am Beispiel von Agenturen
Agenturen (SEO-Agenturen, Social Media Agenturen und Webdesigner) bauen oft und viele Webseiten oder betreuen diese in Ihrem Segment. Die Bitte im Impressum, Footer oder Blogroll eine Verlinkung auf die eigene Webseite zu setzen, wird sehr häufig erhört. Footer- und Blogroll-Links sind zwar nicht sehr hochwertig, aber immer noch besser als keine zu haben.

– Konkurrenz beobachten
Wo lässt sich die Konkurrenz verlinken? Oft sind das Seiten, auf denen man sich auch verlinken lassen kann. Natürlich gilt es dann immer noch zu schauen, ob die Seite einen auch wirklich weiterbringt oder eine Verlinkung sogar negativ wäre. Aber grundsätzlich ist es ein guter Ansatz um themenrelevante Webseiten auffindig zu machen.

– Linkaufbaufbau über Umwege
Ein weiteres gutes Vorgehen kann es sein, um die Ecke zu denken. Hier noch ein paar mehr Möglichkeiten, um hocherwertige und adäquate Links aufzubauen.

a. Gastartikel
Viele Blogger freuen sich über Gastartikel von Experten. Sind Sie Experte? Dann bieten Sie themenrelevanten Bloggern Gastartikel an und lassen sich in Form einer Verlinkung auf Ihre Webseite bezahlen. Eine Win-Win-Situation, der sicherlich viele nachkommen.

b. Ihr Artikel wird im Netz dupliziert (Double Content)
Achtung… Wenn es Ihr Artikel war, besitzen Sie das Urheberrecht an diese Artikel. Wenn dieser Artikel irgendwo im Netz auftaucht, können Sie einerseits auf das Urheberrecht verweisen und den Text löschen lassen oder noch besser auf einen Quellenverweis (inklusive Verlinkung) auf Ihre Webseite bestehen.

c. E-Books produzieren und auf der Webseite ablegen
Auch eine Art sein Expertenwissen zu nutzen. Produzieren Sie eigene E-Books und stellen Sie diese anderen Webseitenbetreiber auf Ihrer Webseite zur Verfügung. Wenn die E-Books qualitativ hochwertig sind, werden sie sicherlich aufgegriffen und verlinkt. Damit haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

So, das war ein ausführlicher Einblick in unsere Linkbuilding-Strategie. Sicherlich kann man nicht alle Punkte für jeden Kunden oder für jede Webseite anwenden. Letztendlich hilft nur eine Einzelbetrachtung.
Grundsätzlich stehen wir jedem interessierten Webseiten-Betreiber für eine unverbindliche Beratung zur Verfügung.

Hier können Sie uns jederzeit kontaktieren!

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3 Kommentare

  1. Kommentiert von Martin:

    Sehr guter Artikel. Sehe das genauso wie Du bei sämtlichen Punkten. Die Panikmache seit den Updates ist völlig übertrieben. Wenn das tatsächlich so wäre dass Linkkäufer direkt abgestraft werden würden, gebe es schon längst die Kick-your-neighbor Agenturen welche mit 20 gekauften Links den Konkurrenten abschießen.
    Wenn man allerdings wie Du schreibst 95% dofollow Links innerhalb einer kurzen Zeit und am besten noch mit nur 2, 3 verschiedenen Ankertexten aufbaut – dann braucht man sich sicherlich nicht wundern wenn man fliegt.
    Ich glaube jedoch nicht dass es eine Seite die schon hunderte Backlinks hat direkt abgestraft wird wenn diese mal 20, 30 Links dazu mietet oder kauft und diese von Seiten kommen die einwandfrei sind. Selbst wenn der ein oder andere Link dann aus dem Footer, nicht themenrelevanter Seite oder sonstiges stammt, raucht man trotzdem nicht gleich ab.
    Übrigens weiß Google jetzt so ziemlich sicher welche Webseiten Links verkaufen und welche eher nicht. Durch die Panikmache seitens Google sind ja viele Webmaster und hektischen SEO´s hingegangen und haben zig Links löschen lassen.
    Das diese sich selber ins Knie schießen und Rankings verlieren und Google diese Seiten genauer unter Beobachtung hat sollte denen eigentlich bewusst sein.


    • Kommentiert von m.jung:

      Danke für Dein Lob!
      ich bin voll Deiner Meinung…


  2. Kommentiert von karl:

    Danke für deinen Artikel.Ich kann dir da nur voll und ganz zu stimmen, es wird wirklich immer schwieriger und Google schießt sich damit immer mehr und mehr ins Bein. Da kann man ja fast nur hoffen, dass Bing mehr Macht in Deutschland bekommt.

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