SEO 2014 – Aktuelle Trends und Tendenzen

Das neue Jahr 2014 ist inzwischen schon wieder einen Monat alt und wir fragen uns, was es uns SEOs wohl noch bringen wird. Einen Vorgeschmack darauf, wohin die Reise gehen könnte, hat Google im letzten Jahr mit Hummingbird dem sogenannten Kolibri-Update vorgegeben.

SEO Trends und Tendenzen für 2014

Content ist King – und wie!

Google möchte Suchanfragen und damit das Nutzerverhalten noch besser verstehen und Suchergebnisse liefern, nach denen Nutzer auch wirklich suchen. Nicht einzelne Suchbegriffe, sondern ganze Sätze oder Fragen sollen den Nutzer zu den Ergebnissen führen, die mit seinen Suchanfragen am meisten übereinstimmen. Die zentrale Rolle spielt dabei natürlich hochwertiger Content mit Mehrwert für den Leser. Das Contentkonzept ist dabei längst nicht mehr auf die Website beschränkt, sondern bezieht auch den Content verlinkter Websites mit ein. Die Idee dahinter ist, dass der Nutzer umso länger auf der Seite verweilt je besser die Informationen sind, nach denen er gesucht hat. Dass der Google-Algorithmus die Verweildauer auf der Website registriert, ist allgemein bekannt. Hohe Besucherzahlen sind aber kein Qualitätsmerkmal. Wenn die meisten Besucher die Seite nach Betreten schnell wieder verlassen, kann das an vielen Dingen liegen – auch an minderwertigen Inhalten.

User Experience auf der ganzen Linie

Es gibt neben den Inhalten auch noch andere Faktoren, welche die Verweildauer des Besuchers beeinflussen. Die besten Inhalte nutzen dem Besucher wenig, wenn der Seitenaufbau der Userlogik nicht folgt und den Nutzer dorthin führt, wo sich die gesuchten Inhalte befinden. Die Rede ist von der Usability, einem entscheidenden Faktor für die User Experience. Dabei geht es nicht nur um Ladezeiten und andere technische Benchmarks, sondern auch um andere Dinge wie beispielsweise die nutzerfreundliche Navigation. Von ihr wird es maßgeblich abhängen, ob und wie weit der Nutzer bereit ist sich in die Tiefen der Website-Struktur zu begeben. Er muss, ohne die Sitemap zu kennen, bereits beim Betreten der Seiten den Aufbau der Website intuitiv auf einem Blick erfassen können. Hält die Startseite nicht, was sie verspricht, ist der Besucher schnell wieder weg. Das Webdesign wird neben den Inhalten zum entscheidenden Faktor für die User Experience.

Das mobile Web ist auf dem Vormarsch

Es steht außer Frage, dass der Anteil mobiler Geräte wie Tablets, Smartphones und Ultrabooks bei der Internetnutzung noch weiter zunehmen wird und das Nutzerverhalten verändert. Das Web der Zukunft wird mobil sein und Websites, die nicht für die Darstellung auf mobilen Geräten optimiert sind, werden es schwerer haben. Responsive Design ist daher kein Nice-to-have, sondern ein Must-have für jede Website, wenn sie künftig bei Google und anderen Suchmaschinen nicht ins Hintertreffen geraten will. Google registriert nicht nur von wo die Nutzer auf eine Internetseite zugreifen, sondern auch über welche Geräte. Zwar ist nicht zu erwarten, dass die Seiten in naher Zukunft abgestraft werden, die nicht den Anforderungen an Responsive Design entsprechen, auf mittlere bis längere Sicht allerdings schon. Die Updates der nahen Zukunft werden es zeigen.

Die Sichtweise auf Backlinks wird sich verändern

Backlinks werden für Suchmaschinen weiterhin wichtige Faktoren bleiben, um die Qualität einer Website zu beurteilen. Die rein quantitative Betrachtung ist längst einer qualitativen Sicht gewichen, bei der es auf das inhaltliche Umfeld ankommt, in der die externen Verweise eingebettet sind. Themenrelevante Backlinks werden auch zukünftig einen entscheidenden Anteil am Ranking der Website haben. Es ist allerdings zu erwarten, dass zur Themenrelevanz in absehbarer Zeit noch weitere Bewertungskriterien hinzutreten, schon um möglichen Linkspam weiter einzudämmen. Denkbar ist, dass Google den Traffic eines Backlinks misst und in die Bewertung einbezieht. Das würde bedeuten, dass der Backlink von Google künftig als Trafficquelle gesehen würde. Man kann sich das bildhaft so vorstellen, dass zu jedem Backlink in Zukunft ein interner Counter gespeichert wird, der jeden einzelnen Klick registriert. Logischerweise müsste dann aber auch die verlinkende Seite durch ihre Mehrwert schaffende Contentstrategie davon profitieren können und das Rankinggewicht ausgehender Links zunehmen. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten. Es wäre in jedem Fall die logische Konsequenz. Fakt ist… der ordinäre Linkkauf stirbt aus, aber mehr dazu im nächsten Blogartikel!

SEO und Social Media – Quo vadis?

Bereits im Sommer letzten Jahres hoben searchmetrics und andere SEO-Größen die Bedeutung von Social Signals als Rankingfaktor hervor. Wer also auf seine Seiten mit den sozialen Netzwerken verlinkt, steht in den Suchmaschinen fortan besser da als jemand, der keine Links in die soziale Medienwelt anbietet. Ist das Facebook-, Twitter- oder Google-Plus-Logo also der künftige Garant für Top-Platzierungen in den SERPs? Wenn es denn so einfach wäre. Fakt ist, dass heutzutage fast jede Website Social Signs aufweist. Erfahrungsgemäß schwindet die herausragende Bedeutung von Merkmalen immer dann, wenn sie zum massenhaften Phänomen, sprich zur Selbstverständlichkeit wird.

Hier kommt es auf etwas ganz anderes an. Auf vielen Kanälen präsent zu sein, dient dem Ziel, die Sichtbarkeit zu erhöhen und den Traffic zu steigern. Die Multichannel-Strategie ist somit keine explizite SEO-Strategie, sondern dient aus SEO-Sicht einzig dem Zweck, zusätzliche qualifizierte Besucher auf die Seiten zu bringen. Wenn diese Strategie aufgeht, dann werden die zusätzlichen Besucherströme ganz automatisch für ein besseres Ranking bei Google & Co. sorgen. Das wiederum setzt aber eine aktive Social-Media-Strategie voraus. Erst in diesem Kontext werden die Social Signs für Google wirklich interessant.

Fazit

Wohin die Reise letzten Endes geht, werden die nächsten Monate zeigen. Alles spricht dafür, dass Google seine, mit den letzten Updates gestartete Qualitätsoffensive fortsetzen wird. Hochwertiger Content mit Mehrwert für die Besucher sowie eine gute Linkstrategie werden weiterhin im Mittelpunkt der Suchmaschinenoptimierung stehen. Weitere wichtige Trends betreffen die Social Media- und ihre Verzahnung mit den SEO-Aktivitäten. Eine Fanpage oder Profilseite wird auch in naher Zukunft nicht die Funktionen einer Website übernehmen, weil dies der Philosophie der sozialen Medien zuwiderlaufen würde. Wer online nach Schuhen oder Handys sucht, wird auch in Zukunft den Weg über die Suchmaschinen gehen. Aus Marketingsicht bieten die Social Media aber zusätzliche Kanäle zur Kommunikation mit Interessenten und Kunden und sind bereits jetzt nach den Suchmaschinen zur zweitwichtigsten Quelle für Traffic geworden. Die Popularität einer Seite wird künftig auch daran gemessen werden, wie häufig sie geteilt oder geliked wird. Von daher ist zu erwarten, dass SEO- und Social-Media-Strategien noch mehr als bislang aufeinander abgestimmt werden. Das ist aber alles nichts gegen das Thema, das in diesem Jahr das SEO-Geschehen beherrschen wird wie kein anderes: Mobile SEO. Dabei geht es bei Weitem nicht nur um das Webdesign. Die These lautet, dass der Nutzer, der mit Tablets und Smartphones im Internet unterwegs ist, andere Suchanfragen stellt als der Nutzer am heimischen Desktop-PC. Er wird nicht nur andere Suchanfragen stellen, sondern auch verstärkt von den Möglichkeiten der Suche per Spracheingabe Gebrauch machen. Dies wird die SEO-Welt in 2014 vor neue und spannende Herausforderungen stellen.

Übrigens… Pascal hat sich den SEO-Trends für 2014 noch detaillierter gewidmet wie ich. Ist auf jeden Fall einen Blick wert: http://nblogs.de/seo-rankingfaktoren-2014-darauf-kommt-es-an-2757/

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
2 Kommentare

  1. Kommentiert von Herr Dreher:

    Content und themenbezogene Backlinks haben mit Sicherheit an Bedeutung gewonnen. Wie kann es aber sein das Websiten mit einem wirklich schlechten Linkbild (gekaufte Backlinks ohne Themenrelevanz) und kaum Text auf der Seite bei Google ganz vorne gelistet werden? Google ist wirklich seltsam!


    • Kommentiert von m.jung:

      Hmmmmm… laut Google sollte das ja nicht mehr gehen. Ich muss auch sagen, dass ich mit Backlinks ohne Themenrelevanz überhaupt nicht mehr punkten kann. von gekauften Links mal ganz zu schweigen. Trotzdem müsste man sich das halt mal im Detail anschauen. Hast Du mal ein Beispiel für mich?

Kommentieren

Newsletter abonnieren